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Echos der Ehefrauen von Diakonen aus Mumbai

Nach dem letzten Online-Treffen des IDZ-Netzwerks der Diakonenfrauen am 22.11.25, konnte ich hier in Mumbai eine Zusammenfassung unserer Begegnung weitergeben, die ich separat mit den Ehefrauen der Diakone teilte, und ich wurde von Pater Gilbert De’Lima gebeten, dies später auch mit den Diakonen zu teilen.

Auf dem Treffen der Ehefrauen waren sich die meisten einig, dass es eine ziemliche Herausforderung und oft sogar eine Belastung ist, die häuslichen Angelegenheiten ohne die Unterstützung ihrer Ehemänner, die Diakone sind, allein zu bewältigen.

Zunächst möchte ich sagen, dass im indischen Kontext die Beziehung zwischen Mann und Frau vor einem patriarchalischen Hintergrund zu sehen ist. Viele Ehefrauen kommen aus einem Umfeld, in dem sie damit aufgewachsen sind, dass die Frauen ihren Männern völlig untergeordnet sind und oft still leiden und sich in Abwesenheit ihrer Männer allein um die häuslichen Angelegenheiten kümmern. Es gibt einige Diakone, die jeden Tag in der Woche in der Pfarrei arbeiten, obwohl ihr Dienst eigentlich ein Wochenenddienst sein sollte. Erschwerend kommt hinzu, dass die Ehefrau den Diakon an vielen Tagen in der Woche nicht sieht, wenn er in einer weit von seinem Wohnort entfernten Pfarrei Dienst tut. Dies hat dazu geführt, dass die Ehefrauen gesundheitliche und emotionale Probleme haben. In unserer Erzdiözese gibt es einige Diakone, die nicht wollen, dass sich ihre Frauen mit den Ehefrauen der anderen Diakone treffen. Bei unserem Treffen nur für Ehefrauen habe ich die Ehefrauen ermutigt, ihre Gefühle und ihre Probleme mit ihren Männern zu teilen, ohne dabei anmaßend zu sein.

Ein kleiner Prozentsatz der Diakone hat ihren Frauen versichert, dass ihre Priorität immer das Haus sein wird, und wenn sie zu Hause sind, sind sie sehr aufmerksam für die Bedürfnisse ihrer Frauen und Familien.

Als ich den Diakonen mitteilte, dass allgemein viele Ehefrauen von Diakonen das Gefühl haben, keine Stimme zu haben, und einige Ehefrauen sogar das Gefühl haben, unsichtbar zu sein, hörten die Diakone aufmerksam zu, reagierten aber nicht. Am Ende ermutigte Pater Gilbert die Diakone, ihre Frauen in ihren Dienst in der Pfarrei einzubeziehen und sie zu den Treffen in der Pfarrei mitzunehmen, so wie mein Mann und ich es über die Jahre hinweg getan haben.

Abschließend bin ich der Meinung, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben und dass die Diakone und ihre Ehefrauen noch viel Arbeit vor sich haben.

Ich hoffe, dass dieser Beitrag einige der Kämpfe der Ehefrauen von Diakonen beleuchten und sie unterstützen wird. Hoffentlich wird er dazu beitragen, dass wir im IDZ eine Stimme haben.

Möge Gott uns und unsere Diakonen-Ehemänner segnen,

Mit freundlichen Grüßen an alle.

Ligia da Fonseca, aus Mumbai, Indien


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