Partnerin in Ziel und Berufung: Die Rolle der Ehefrau im Dienst ihres Mannes
Von: Danielle Soulodre und Evelyn Victoria
Als Reaktion auf den Aufruf des Zweiten Vatikanischen Konzils zur Erneuerung des alten Diakonats wurde das ständige Diakonat im Februar 2011 in der Erzdiözese Vancouver von Erzbischof J. Michael Miller, CSB, offiziell wieder eingeführt. Die erste Gruppe von Männern begann noch im selben Jahr mit der Ausbildung, und seitdem wurden etwa 38 Männer zu ständigen Diakonen geweiht (weitere Gruppen befinden sich seit 2026 in der Ausbildung).
Die Ausbildung findet hauptsächlich am St. Mark’s College der University of British Columbia sowie im Büro für das ständige Diakonat im John Paul II Pastoral Centre statt. Das Programm erstreckt sich über mindestens vier Jahre und basiert auf den vier Säulen der menschlichen, spirituellen, theologischen und pastoralen Entwicklung. Die Ehefrauen verheirateter Kandidaten werden nachdrücklich zur Teilnahme ermutigt – entweder durch das Belegen oder das Gasthören von Kursen während der Aspiranten- und Kandidatenphase –, um gemeinsam die Auswirkungen des diakonischen Lebens auf Familie und Dienst zu erkennen.
Die Erzdiözese heißt Männer mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund aktiv willkommen, was die reiche multikulturelle Vielfalt Vancouvers widerspiegelt. Unter den aktiven Diakonen befinden sich Personen mit philippinischer, chinesischer, irisch-schottischer, srilankischer, singapurischer, hispanischer, niederländischer, polnischer, eritreischer, koreanischer, kroatischer, deutscher, finnischer und ungarischer Herkunft sowie Angehörige der First Nations. Diese Vielfalt bereichert das Diakonat und ermöglicht es den Diakonen, eine kulturell angepasste Seelsorge anzubieten.
Diakone werden in der Regel ihren Heimatgemeinden zugewiesen, können aber auch anderswo tätig werden, wenn spezifische Bedürfnisse entstehen, beispielsweise bei der Seelsorge für Gemeinschaften, die ihren kulturellen oder sprachlichen Hintergrund teilen (z. B. philippinische oder hispanische Gruppen). In Zusammenarbeit mit den Pfarrern und unter Einbeziehung der Gemeinde gehen Diakone auf besondere seelsorgerische Bedürfnisse ein – sie stärken die Brüderlichkeit unter den Diakonen, fördern die Einheit zwischen benachbarten Pfarreien und erweitern den Dienst Christi in Nächstenliebe, Wort und Sakrament.
Die Ehefrauen der Diakone spielen eine wesentliche, wenn auch vielfältige Rolle. Viele waren bereits vor der Weihe ihres Mannes im Gemeindeleben aktiv und engagieren sich weiterhin in Diensten wie Katechese, Sozialarbeit oder Selbsthilfegruppen. Andere loten neue Wege aus, die sich durch die Berufung ihres Mannes eröffnen, treten von bestimmten Aufgaben zurück und leisten stattdessen wichtige Unterstützung hinter den Kulissen – indem sie die familiäre Stabilität, das Gebetsleben und das Wohlergehen des Diakons inmitten multikultureller Anforderungen fördern. In vielfältigen Umgebungen helfen Ehefrauen oft dabei, kulturelle Sensibilitäten zu überbrücken, Neuankömmlinge willkommen zu heißen und ein Vorbild für die Nachfolge im Eheleben zu sein.
Um die Gemeinschaft zu fördern, nehmen Diakone an einer obligatorischen jährlichen Exerzitienwoche teil, die der geistlichen Erneuerung, der Freundschaft und der Brüderlichkeit dient. Ehefrauen werden herzlich dazu ermutigt, daran teilzunehmen, um eigene Netzwerke aufzubauen, Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig dabei zu unterstützen, die diakonische Berufung im familiären und multikulturellen Gemeindeleben zu leben. Die Erzdiözese bietet Weiterbildungsmöglichkeiten für Diakone an, zu denen auch die Ehefrauen der Diakone eingeladen sind, teilzunehmen.
Diakone in der Erzdiözese leiten zudem verschiedene Projekte, wie beispielsweise eine jährliche Konvalidation der Ehe (für katholische Paare mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund, deren Ehen zwar rechtmäßig, aber nicht sakramental geschlossen wurden), an der 40 bis 50 Paare teilnehmen. Die Ehefrauen der Diakone sind dabei eine große Stütze.
Zudem treffen sich einige Diakoninnen, wenn es die Zeit erlaubt, informell in kleinen Gruppen, um Kontakte zu knüpfen und sich über den Dienst ihrer Ehemänner auszutauschen sowie darüber, wie sie diese am besten unterstützen können.
Dieser Ansatz spiegelt das Engagement der Erzdiözese wider, Diakone und ihre Ehefrauen als wesentliche Mitwirkende an der missionarischen Jüngerschaft in einer vielfältigen Kirche wertzuschätzen.
Mit unserem neuen Erzbischof Smith sind wir zuversichtlich, dass das Diakonatsprogramm weiter wachsen wird und die Diakone weiterhin in ihren jeweiligen pastoralen Bereichen innerhalb der Erzdiözese Vancouver dienen werden.
